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Gehen fördert die Kreativität

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Jetzt habe ich endlich den Beweis, warum mir beim Laufen immer die besten Ideen kommen:

In einer Studie mit 176 Studenten haben Forscher der Stanford Universität herausgefunden, dass nach einem Kreativitätstest diejenigen Teilnehmer am besten abgeschnitten haben, die vor dem Test gegangen waren. Dabei war es unerheblich, ob der Spaziergang an der frischen Luft oder auf einem Laufband im Gebäude stattgefunden hatte. Jetzt wird in weiteren Studien noch untersucht, ob das Gehen selbst dafür verantwortlich ist oder ob auch andere Bewegungsarten dafür infrage kommen.

Das Ergebnis des bereits stattgefundenen Experiments kann ich auf jeden Fall aus eigener Erfahrung bestätigen. Wenn ich mir die Laufschuhe schnüre weiß ich, dass spätestens 20 Minuten später die ersten Ideen kommen. Schon nach den ersten Schritten fällt Anspannung und Stress ab, aber es arbeitet noch kräftig in meinem Kopf und ich denke aktiv und bewußt über den Tag nach und über Dinge, die noch zu erledigen sind.

Mit jedem weiteren Schritt und Atemzug fängt es dann nach und nach an, sich zu sortieren. Bildlich vorgestellt werden meine Gedanken beim Laufen so richtig durchgerüttelt und -geschüttelt und finden sich thematisch in groß und klein geschnürten Paketen zusammen – jeweils mit einer Überschrift betitelt.

Nun ist erst einmal aufgeräumt. Bei so viel Platz im Kopf haben potentielle Ideen jetzt jede Menge Freiraum. Zudem habe ich nach etwa 30 Minuten auch in einen schönen Rhytmus gefunden, der mich entspannt. Ich laufe in einem Tempo, das mich angenehm anstrengt. Nicht zu schnell und nicht zu langsam. Einfach die optimale Betriebstemperatur und Muskeltätigkeit, damit mein Unterbewusstsein die Gelegenheit bekommt, sich bemerkbar zu machen. Wenn mein Körper so im Fluss und mein Geist entspannt ist, kommen die Ideen – unkontrolliert und ungesteuert.

Ich schaue sie mir an und lasse sie vorbeiziehen. Manche halte ich fest und drehe sie von links nach rechts. Es macht mir Spaß, so damit zu spielen. Sehr oft sind bei diesen Ideen richtige „Knaller“ dabei: Lösungen für schwierige Aufgaben, kreative Einfälle für die verschiedensten Situationen oder einfach nur neue Konzepte und Theorien. Manchmal schreibe ich Briefe im Kopf (die dann zwar nie geschrieben werden, mich aber sehr entlasten) oder auch schon einmal wütende Emails, die (glücklicherweise) nie geschickt werden.

Nach etwa 1 Stunde komme ich wieder zu Hause an – aufgeräumt, inspiriert und trainiert. Oft schreibe ich mir dann die wichtigsten Dinge auf, weil ich sie sonst sicher vergesse und das wäre sehr schade. Denn wie gesagt, manchmal sind richtige Schätzchen dabei.

Ganz ehrlich – was gibt es Genialeres als Kreativitätstechnik und Sport auf diese Art und Weise zu kombinieren? Wenn Sie auch nur ein wenig Freude am Laufen haben oder sich vorstellen können, es einmal auszuprobieren – GO and ENJOY!

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