Das Selbst

Gibt es ein Selbst als übergeordnete Instanz?

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Gibt es ein „Selbst“ oder sind wir Menschen einzig und allein ein Produkt unserer neurobiologischen Gehirntätigkeit? Nach Metzinger (in Bezug auf Ludwig Wittgenstein) verfügen wir über keinen „roten Faden“, der uns als einzigartige Persönlichkeit ausmacht, sondern sind eher ein Bündel aus zahlreichen bunten Fäden, die uns in ihrer Gesamtheit als Menschen darstellen.

Er sagt auch, dass wenn wir Menschen uns gegenseitig Willensfreiheit unterstellen (und diese hat ja durchaus etwas mit einem höheren „Selbst“ zu tun), entlocken wir uns Fähigkeiten, die wir sonst nicht hätten. Allerdings stellt er in Frage, ob dies gerechtfertigt sei, denn so gibt es ja auch Optimismus, der uns zwar beflügelt, aber nicht selten ungerechtfertigt ist.

Spontan wehrt sich zu seinen Aussagen einiges in mir, denn schließlich stellt er mit dieser Theorie in Frage, was für mein Menschenbild ausschlaggebend ist. Und trotzdem ist es sicherlich lohnenswert, sich einmal näher mit den Thesen Metzingers zu beschäftigen.

Interessante Einblicke zu diesem Thema erfährt man in einem Beitrag vom 11.04.2014 im philosophischen Radio von WDR 5. Zu Gast ist der Neuro-Philosoph Thomas Metzinger, Autor des Buches „Der Ego-Tunnel: Eine neue Philosophie des Selbst: Von der Hirnforschung zur Bewusstseinsethik“.

Zum Podcast von WDR 5: Aus dem „Ego Tunnel“ – das Selbst

(Bildquelle: freepik.com)

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