Mut Und Motivation

Mut durch die ‚richtigen‘ Gesprächspartner

Ich lese gerade das Buch von Susan Jeffers „Selbstvertrauen gewinnen“ und sie betont immer wieder, wie wichtig es ist, sich mit den richtigen Menschen zu umgeben. Zum Beispiel dann, wenn wir versuchen, aus unserer Komfortzone zu treten und die Dinge tun, vor denen wir eigentlich Angst haben oder in denen wir uns noch sehr unsicher fühlen.

Unter den ‚richtigen‘ Personen versteht sie Menschen, die uns dabei unterstützen, Erfahrungen zu sammeln und zu wachsen. Mit Menschen zu sprechen, die ständig die Möglichkeiten, die uns offenstehen, schlechtmachen, tut uns dann nicht gut und in diesem Falle sind dies die ‚falschen‘ Menschen. Dann sollten wir uns höflich bedanken und den nächsten Gesprächspartner suchen.

Das mag sich jetzt hart und radikal anhören, ist es aber nicht. Und ich merke es selbst immer wieder: In dem Moment, in dem ich versuche, mit Mut und Motivation Dinge zu tun, von denen ich zwar überzeugt bin, aber bei denen ich mich noch unsicher fühle, brauche ich Menschen, die mich unterstützen. Ich habe selbst schon erlebt, wie niederschmetternd und frustrierend es sein kann, in solchen Situationen mit Pessimismus und Zweifel konfrontiert zu werden. Obwohl ich weiß, dass meine Gesprächspartner es nicht böse meinen und mich vielleicht nur vor vermeintlichen Risiken warnen möchten. Und trotzdem, es tut nicht gut und hilft mir in diesem Moment überhaupt nicht auf meinen Weg. Wenn ich etwas weiter bin, dann kann ich diese Hinweise verarbeiten und als mögliche Anregung sehen. Aber in den Momenten des zarten Anfangs sind solche Gespräche alles andere als positive Anregungen – im Gegenteil: sie nehmen Mut und Motivation.

In Situationen, in den wir mutig nach vorne schreiten wollen, sollten wir uns Menschen suchen, die uns mental dabei helfen. Das ist vollkommen legitim und nicht egoistisch. Es hilft uns und gibt uns Kraft an das zu glauben, von dem wir eigentlich überzeugt sind. Oft ist es eben auch wichtig, sich zusätzlich zu unserer Überzeugung Unterstützung von außen zu holen.

Und wenn Sie jetzt denken: „Aber ich kann doch nicht alle Bedenkenträger und Zweifler, die mich vielleicht schon mein halbes Leben als Partner oder Freund begleiten, aus meinem Leben schließen!“ Das müssen Sie auch nicht. Aber Sie können sich (vielleicht auch nur vorübergehend, bis Sie die Stufe Ihrer Weiterentwicklung erklommen haben) in diesem speziellen Thema distanzieren und sich anderen Gesprächspartnern zuwenden. Langfristig gibt es in solchen Fällen meist zwei Möglichkeiten – Sie inspirieren Ihre Kritiker durch Ihren Mut und Ihr positives Denken und geben ihnen Impulse für ihr eigenes Leben. Das ist natürlich die schönste Variante. Oder aber Ihre Wege werden sich auf Dauer aufgrund Ihrer grundsätzlichen Einstellungen in der Tat trennen. Auch das ist in Ordnung und kann die Konsequenz sein, wenn unterschiedliche Wertvorstellungen dauerhaft aufeinander prallen.

Was ich Ihnen mitgeben möchte: Schauen Sie bewußt nach Menschen, die Sie in Ihrer persönlichen Weiterentwicklung unterstützen, überfordern Sie sich in „Wackelsituationen“ nicht mit negativen Gesprächen und erlauben Sie sich, Ihre Gesprächspartner aktiv nach diesen Kriterien zu suchen.