Stressprävention und Stressabbau durch Wandern

Sind Sie gestresst? Wandern hilft …

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In diesem Beitrag möchte ich Ihnen eine Möglichkeit vorstellen, wie Sie Ihren persönlichen Stresslevel lustvoll senken können – nämlich mit einer angemessen anstrengenden Wanderung in schöner Landschaft.

Stress ist mittlerweile allgegenwärtig in unserem Leben und kann die unterschiedlichsten Ursachen haben. So sind wir ganz individuellen Stressoren ausgesetzt – sei es in unserer privaten oder beruflichen Situation oder aufgrund von psychischen oder physischen Problemen. Für eine langfristige und nachhaltige Lösung ist es natürlich am wirksamsten, wenn Sie es schaffen, die Stress verursachenden Bedingungen zu ändern und an Ihrer eigenen Haltung zu arbeiten.

Zusätzlich ist es aber auch wichtig, dass Sie für ein Gleichgewicht zwischen An- und Entspannung sorgen, damit Ihr Körper die empfangenen Stressreize adäquat verarbeiten und bewältigen kann und Sie – psycho-biologisch gesehen – nicht in eine Art Daueralarm versetzt werden. Denn sonst kann Stress auf längere Sicht Ihrer Gesundheit schaden und sogar bis zum Burnout führen.

Aber soweit muss es ja gar nicht kommen. Zurück zur Lösung …

Soforthilfe durch kurzfristige Stressbewältigungstrategien

Wenn Sie sich gestresst fühlen, sollten Sie neben langfristigen Strategien auf eine Erste-Hilfe-Maßnahme zurückgreifen können, die Ihnen hilft, Ihre akute Anspannung abzubauen. Etwas, was Sie dabei unterstützt, die täglich wechselnden und spontan auftretenden Herausforderungen des beruflichen und privaten Alltags zu meistern und dabei trotzdem noch Oberwasser zu behalten.

Viele Menschen arbeiten hier mit Entspannungsmethoden wie z.B. Yoga, Qi Gong, MBSR oder progressive Muskelentspannung, um den täglichen Anforderungen gewachsen zu sein. Aber auch körperliche Bewegung trägt wesentlich dazu bei, sich in akuten Stresssituationen zu entlasten und bei Regelmäßigkeit sogar für eine grundlegende Stressresistenz zu sorgen. Das Stresshormon Kortisol wird reduziert, überflüssige Fette und Stoffwechselprodukte werden abgebaut, die Belastbarkeit erhöht und physische und psychische Stressresistenzen allgemein verbessert.

Stressprävention und -abbau durch Wandern

Gerade für weniger sportliche und ältere Menschen ist Wandern der ideale Einstieg für eine Art der körperlichen Bewegung und gilt schon als sanftes Konditionstraining – je nach Anspruch der ausgewählten Tour. Aber unabhängig davon gibt es zunehmend auch jüngere und trainierte Menschen, die im mehrstündigen Laufen in der Natur sowohl physische als auch psychische Entspannung finden.

Die stressreduzierende Wirkung des Wanderns auf der körperlichen und mentalen Ebene wurde mittlerweile sogar erforscht. So hat der amerikanische Wissenschaftler Robert Ulrich (Universität Texas) herausgefunden, dass Natur an sich schon mehr Heilkraft besitzt, als angenommen. Alleine schon der Aufenthalt in freier Natur oder das Betrachten einer schönen Landschaft führen nachgewiesenermaßen dazu, Blutdruck und Herzschlag zu normalisieren, den Muskeltonus zu senken sowie die Ausschüttung von Stresshormonen zu reduzieren. Beim Wandern selbst verstärkt sich dieser Effekt noch und Herz, Kreislauf, Stoffwechsel, Atmung und Muskulatur werden durch das Gehen nachhaltig gestärkt. Der Sympathikus wird heruntergefahren und die Aktivierung des Parasympathikus sorgt für den spürbar wahrgenommenen Erholungseffekt.

Außergewöhnlich schöne und reizvolle Landschaften wirken hier besonders stressentlastend und erholsam für unsere Psyche – vor allem, weil unsere Sinne in der normalen Arbeitsumgebung häufig nur einseitig belastet und wir durch die tägliche Vielzahl von parallelen Reizen und Anforderungen mental erschöpft sind. Da ist das Laufen in reizvoller Landschaft mit der Stimulation all unserer natürlichen Sinne Balsam für die Seele: durch den Duft frischgemähter Wiesen, das tiefe Grün des Waldes, die Farbenpracht einer Blume oder das Rauschen im Wipfel einer Tanne.

Aber Wandern und Naturerlebnisse wirken nicht nur stressreduzierend, sondern haben laut einer Salzburger Studie daneben grundsätzlich einen positiven Einfluss auf unsere Psyche: Wir steigern unser Selbstwertgefühl, verbessern Schlafqualität sowie Appetit und verringern depressive Stimmungen. Bereits das Wandern im leichten bis mittleren Trainingsbereich führte bei den Teilnehmern zu mehr Freude und signifikant weniger Hoffnungslosigkeit und Ängstlichkeit.

Entspannung für Körper und Seele: Wundermittel Wandern

Was hält Sie bei so vielen Vorteilen jetzt noch davon ab, sich bei der nächsten freien Gelegenheit auf den Weg zu machen? Vielleicht ganz nach dem Motto: „Ich bin dann mal weg“:

  • Wandern baut Stress ab
  • Wandern setzt Glückshormone frei
  • Wandern stärkt das Herz
  • Wandern senkt das Cholesterin
  • Wandern senkt den Blutdruck
  • Wandern kräftigt die Lunge
  • Wandern kräftigt Gelenke, Muskulatur und Sehnen
  • Wandern regt den Stoffwechsel an
  • Wandern stärkt das Immunsystem

… und macht vor allem Spaß!

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